Thrombose-Vorbeugung

Sie haben eine Operation gehabt oder eine Verletzung erlitten, die einen Gipsverband oder Ruhigstellung am Bein erforderlich macht.

Die dadurch bedingte eingeschränkte Mobilität kann gelegentlich mit Komplikationen verbunden sein. Hierzu zählen z.B. Enge durch Schwellung , Druckstellen und Störungen der Durchblutung und Nervenversorgung.

Bei Besonderheiten sollten Sie deshalb sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen (auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten).

Wir möchten Sie auf das grundsätzlich bestehende , wenn auch geringe Thrombose-Risiko aufmerksam machen. Bei Gesunden ist dies eher gering, kann aber durch bestimmte Faktoren oder bestehende Erkrankungen erhöht sein.

In jedem Fall muß bei Ruhigstellung des Unterschenkel (nach Unfällen oder Operationen) eine Thrombose-Prophylaxe durchgeführt werden, bei welcher täglich 1 Injektion in die Bauchhaut vorzunehmen ist.

Der beste Schutz gegen eine Thrombose ist darüber hinaus aber das Beachten der folgenden Empfehlungen:

  • bei Hochlagerung nicht das Knie überstrecken oder die Hüfte zu sehr einknicken.
  • bei Hoch- und Ruhiglagerung öfter die Zehen und sofern möglich das Knie und die Hüfte des kranken Beines bewegen.
  • im Gips die Muskulatur anspannen
  • auch die gesunden Glieder bewegen
  • wenn Sie aufstehen, sollten Sie umgehend das Bein in der angeordneten Weise belasten
  • wenn Ihr Gips einen Gehstollen hat oder der Fuß frei ist (Tutor), sollten Sie wenigstens 20 kg belasten. Dies nützt auch der Heilung und schadet i.d.R. nichts.
  • wenn vom Arzt die volle Belastung erlaubt ist, dann sollten Sie es auch beherzigen.