Qi Gong

Harmonie von Körper und Geist vermitteln

Das Wort Qi Gong setzt sich zusammen aus Qi (sprich Tschi), das im Westen mit Lebenskraft übersetzt wird und Gong , das übersetzt „beharrliches Üben“ bedeutet.

Die mehr als 2000 Übungen der Heilgymnastik befassen sich mit bewußten Körperhaltungen , ruhigen Bewegungen und Atemübungen im Stehen , Sitzen oder Liegen. Durch die achtsamen und meditativen Übungen sollen Körper und Geist wieder in Einklang kommen und die Lebensenergie Qi – so die chinesische Vorstellung – ungestört durch den Körper fließen können.

Hinter den Choreographien mit poetischem Namen wie „Kleiner Tempel am Morgen“ oder „Schwimmender Drachen“ verbergen sich ritualisierte Bewegungsabläufe. Die „Meditation in Bewegung“ soll die Energie vor allem im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke frei fließen lassen und dadurch die Gesundheit stärken.

Oft wird mit der Bewegung eine bestimmte Atemtechnik verbunden, um die Wirkung der Energiegymnastik zu vertiefen. Der Übende geht sehr achtsam mit sich um, als ob er sich selbst von außen betrachtet und dann wieder nach innen schaut. Aus diesem Ritual kommt die Kraft.

Nur tägliche Übungen – wenn auch nur für wenige Minuten – führen zum Ziel.

Gerade in Zeiten hoher Streßbelastung ist Qi Gong besonders hilfreich, um Abstand vom Alltag zu gewinnen und sich auf die eigene Person zu besinnen. Die Übungen mögen einfach anmuten , die Wirkung sollte aber nicht unterschätzt werden. Auch der Effekt von Qi Gong bei Asthma- und Migräne-Patienten ist erstaunlich – die Patienten haben weniger Anfälle und brauchen weniger Medikamente.

Aus Büchern oder in Fernkursen läßt sich Qi Gong nicht erlernen. Dennoch ist Qi Gong einfacher als das aus der Kampfkunst kommende Tai Chi.