Orthomolekularen Medizin

Die Anfänge der Orthomolekularen Medizin reichen zurück in die 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts. Da sich die Ernährung des Menschen qualitativ und quantitativ sehr stark veränderte und sich der Körper nicht so schnell umstellen konnte, wurde der normale Nährstoffbedarf des Körpers nicht mehr gedeckt. Daher wurden die fehlenden Substanzen (Mikronährstoffe) zugeführt, die Orthomolekulare Medizin (ortho = griechisch: gut, richtig) wurde zur eigenständigen Therapieform.

Die Orthomolekulare Medizin wird definiert als „ … die Erhaltung guter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorkommen und für die Gesundheitserforderlich sind.“

Im Gegensatz zur Schulmedizin führt die Orthomolekulare Medizin dem Körper also keine Fremdstoffe, sondern nur körpereigene Stoffe zu. Der Körper kennt den Umgang mit diesen Stoffen, er kann sie ohne Probleme aufnehmen, verwerten und wieder ausscheiden.

Mangelzustände von gesunden Personen können zunächst noch ausgeglichen werden, im weiteren Verlauf kommt es aber zu einer Einschränkung oder Dysbalance von Stoffwechselfunktionen bis zu Organschäden.

Bei der Orthomolekularen Medizin handelt es sich um Kombinationen von zahlreichen, speziell aufeinander abgestimmte Mikronährstoffen (Vitamine , Mineralien , Spurenelemente) , die Einnahme schafft daher einen Ausgleich der dringend benötigten aber oft fehlenden Nährstoffe.

Orthomolekulare Medizin gegen Osteoporose

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten gehört neben Herzerkrankungen die Prophylaxe und Therapie der Osteoporose. Häufig ist u.a. eine mangelhafte Versorgung mit Mineralien (Calcium) über einen längeren Zeitraum (oft schon seit der Kindheit) die Ursache der Erkrankung. Eine erhöhte Aufnahme von Milch und anderen calciumreichen Nahrungsmitteln allein kann die erhöhte Knochenbrüchigkeit nicht beeinflussen.

Denn: die Osteoporose ist nicht die Folge von Calciummangel allein, sondern eine Dysbalance von vielen Faktoren, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen. Werden diese Substanzen rechtzeitig und konsequent eingenommen, so läßt sich die Rate der Folgeerscheinungen (Knochenbrüche, Rundrücken) weitgehend vermeiden und die Lebensqualität erhalten.