Manuelle Medizin

Die Manuelle Medizin befasst sich mit der Beseitigung von Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat (Wirbelsäule und Gelenke) – insbesondere von Wirbelblockierungen.

Die Manuelle Medizin befasst sich mit Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat (Wirbelsäule und Gelenke). Sie beinhaltet eine genaue manuelle Diagnostik (Chiro-Diagnostik) und die manuelle Therapie (Chiro-Therapie).

Die Manuelle Medizin beinhaltet folgende Behandlungsverfahren:

  • Weichteiltechniken
  • Mobilisation
  • Manipulation
  • neuromuskuläre Therapie (NMT)
  • stabilisierende neuromuskuläre Physiotherapie

Durch diese Therapien wird die eingeschränkte Funktion z. B. eines oder mehrerer Wirbel (Wirbelblockierung), wie sie bei einem „steifen Hals“ oder einem „Hexenschuss“ auftreten, beseitigt, so dass eine freie Beweglichkeit wieder möglich ist. Gleichzeitig werden auch die begleitenden Muskelverspannungen gelöst.

Eine sehr wichtige und effektive Form der Manuellen Medizin ist die Atlas-Therpie (nach Arlen). Bei ihr wird ausschließlich der 1.Halswirbel (Atlas) behandelt. Liegt eine Störung des neuro-muskulären Gleichgewichtes vor , hat sich dieses Verfahren außerordentlich bewährt. (siehe auch Info Atlas-Therapie)

Die ATLAS-THERAPIE wird angewandt bei :

  • chr. Kopfschmerzen und Migräne
  • Muskelstörungen
  • orthopädischen und rheumatologischen Schmerzsyndromen
    • z.B. Wirbelblockierungen
  • Bewegungsstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter
    • z.B. hyperkinetischen Kindern
  • Muskelschwund bei Kindern und Erwachsenen
  • Schräglageveränderungen und Schiefhals bei Säuglingen (Skoliosen)
  • Hörstörungen, Schwindel und Tinnitus

Jede Störung der Steuermechnismen der Muskulatur – sei es z.B. Spastizität , Muskelschwund oder Hexenschuß (!) – führt zu einer Muskeldysbalance.

Wirbelsäule vor der Behandlung ist unerlässlich !

Mit seinen Händen wird er dann die lokalisierten Störungen aufarbeiten, um eine Normalität zu erreichen. Speziell an den Wirbel- und Rippengelenken kann diese ärztliche Manipulation mit einem knackenden Geräusch verbunden sein, wenn sich die Blockierung löst. Das Knacken ist völlig harmlos.

Als ganz besonders wertvoll hat sich auch die Atlastherapie nach Arlen erwiesen. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen hat sie erheblichen Einfluß auf Tonusungleichgewichte der Körpermuskulatur und auf das Vegetativum. Auch die Tätigkeit der Bronchialmuskulatur wird durch die Atlastherapie verbessert. Dies hat z.B. besondere Bedeutung bei Muskelschwundkranken.

Um die Chance einer dauerhaften Besserung zu haben, spielen die Faktoren Zeit und Häufigkeit der Behandlungen eine wesentliche Rolle – auch die Zeit, die sich der Chirotherapeut für die einzelne Behandlung nimmt!

Es müssen unter Umständen etliche biomechanisch befreiende Manipulationen durchgeführt werden, insbesondere dann, wenn die Krankheit schon längere Zeit bestanden hat.

Als wichtigste Ergänzung der Manuellen Medizin sollte die ärztliche Zusatzbehandlung wie Akupunktur und Neuraltherapie erfolgen. Diese Kombinations-Therapie bezeichne ich als Neuro-Muskulo-Skelettale Therapie, weil sie alle bei Wirbelsäulenerkrankungen betroffenen Strukturen mit einbezieht. Ich führe sie seit 2 Jahrzehnten mit gutem Erfolg durch. (siehe gesonderte Info)

Erforderlich ist es, die Behandlungen in den ersten 4 Wochen mehrfach wöchentlich durchzuführen , um dem durch jahrelange Gewöhnung geschädigten Steuerungssystem immer wieder den richtigen Weg zu weisen ( bes. bei chronischen und langdauernden Verläufen in Abhängigkeit vom jeweiligen Befund ). Da das System dann aber oft immer noch zum Abgleiten in alte Muster neigt, müssen die Behandlungen in der Regel auch später öfter wiederholt werden.

Die Therapieergänzung durch Physiotherapie und Alexandertherapie , Yoga , Feldenkreis oder/und TaiChi ist in vielen Fällen erforderlich, erscheint mir in jedem Fall sinnvoll.

Es ist ein altes „Märchen“ aus den vergangenen Jahrzehnten (als die Manipulationen an der Wirbelsäule noch sehr gewalttätig ausgeführt wurden – wie heute übrigens noch von den sog. Chiropraktikern!), daß wiederholte Behandlungen die Gelenke „ausleiern“ und zu Lockerungen führen würden. Mit den Techniken von heute besteht die Gefahr nicht mehr , wenn Sie von einem erfahrenen ärztlichen Chirotherapeuten (nicht Chiropraktiker!) durchgeführt wird.